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40.000 Euro von der Deutschen Herzstiftung

Gezielte Sportförderung für Kinder mit angeborenem Herzfehler

Kinderturnen

Trotz erfolgreicher Operation oder erfolgreichem Herzkathetereingriff zeigen Kinder mit angeborenem Herzfehler verglichen mit Gesunden oft ein Defizit in ihren motorischen Fähigkeiten. Diese Kinder treiben zu wenig Sport und bewegen sich zu wenig. Ursache könnte ein frühkindlicher Sauerstoffmangel (Zyanose) sein, aber auch ein übervorsichtiges Verhalten der Eltern und Ärzte, das die sportliche Aktivität und die motorische Entwicklung dieser Kinder einschränkt.

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Im Vorschulalter sind durch gezielte Förderungen im Rahmen eines Kinderturnens diese Patienten durchaus in der Lage, sich innerhalb kurzer Zeit diese motorischen Fähigkeiten anzueignen. Bewegungserfahrungen sind nicht nur für die motorischen Fertigkeiten, sondern für die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung der Kinder wichtig. Wenn sich das Kind zu wenig bewegt, hat das Einfluss auf die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit.

Lassen sich motorische Defizite mit einer gezielten Förderung beseitigen?

Vor diesem Hintergrund unternimmt das Institut für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin der Technischen Universität München gemeinsam mit der Klinik für Kinderkardiologie des Deutschen Herzzentrums München eine Studie, um folgenden Fragestellungen nachzugehen:

  • In welchen Bereichen bestehen Defizite (motorische Fähigkeiten, Aktivitätsmuster, Lebensqualität) bei Patienten mit korrigierten Herzfehlern?
  • Können durch eine gezielte Förderung anhaltend motorische Defizite beseitigt, die Lebensqualität verbessert und die alltägliche Aktivität normalisiert werden?
  • Besteht ein Zusammenhang zwischen motorischen Fähigkeiten, Aktivität und Lebensqualität?
  • Kann Eltern durch die Kinderturngruppe unter medizinischer Aufsicht die Angst vor sportlicher Aktivität ihrer Kinder genommen werden?

Projektförderung über zwei Jahre

Um diese Fragen zu beantworten, wird eine Kinderturngruppe für vier- bis sechsjährige Kinder mit angeborenen Herzfehlern aufgebaut. Dafür werden alle niedergelassenen Kinderkardiologen im Großraum München um Mitarbeit gebeten. Mit Aushängen in den Praxen und in der Ambulanz der Kinderkardiologie des Deutschen Herzzentrums wird auf das Projekt hingewiesen. Auch sollen die Eltern der Patienten von den Kinderkardiologen gezielt angesprochen werden. Das Projekt läuft über zwei Jahre und wird wissenschaftlich begleitet.

Die Deutsche Herzstiftung stellt für die Umsetzung dieses Projekts in den nächsten zwei Jahren insgesamt 40.000 Euro zur Verfügung. Langfristig soll sich die Kinderturngruppe durch Elternbeiträge und Zuschüsse der Krankenkassen selbständig tragen.